Los Companeros deutsche Übersetzung von Allan Taylor

Nachdichtung: Georg Bach

Refrain:
Alt waren unsre Gewehre,
achtzig Mann, die Karibische See.
Dann der Kampf bei Santiago de Cuba
mit Fidel, Camilo und Che.

Eine Bar in Alt-Havanna – Manuel, die Zigarre fast kalt.
Er blinzelt hinaus in das Flirren der Hitze überm Asphalt.
Da steht sein schrottreifer Chevy, María schlendert vorbei.
Sie wiegt sich leicht in den Hüften und lächelt ein wenig dabei.

Der Barmann holt die Gitarre, und María tanzt einen Schritt,

ihre Brüste beginnen zu schwingen, in Manuel schwingt etwas mit.
Er denkt an die alten Zeiten, er fühlt sich ganz stark und jung,
und es steigen verblassende Bilder aus der Erinnerung.

Er hat lesen gelernt in der Sierra, sich gefürchtet, gestritten, gelacht,
er trinkt auf die gefallenen Freunde, er hat oft an sie gedacht.
»Wir liebten Kuba, warn hungrig, wir kämpften für unser Land,
für unsre Frauen und Kinder, für die Freiheit von jedermann.«

Der Dollar regiert wieder im Lande, hast du keine, bist du arm dran.
Wer Verwandte hat drüben in Miami, ist ein gemachter Mann.
Die Jungen verlassen die Insel, und die Alten verhalten sich still.
Manuel möchte heulen, doch er kann nicht. Er kann nicht, weil er nicht will.

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