Fainne Geal an Lae deutsche Übersetzung von Iarla Ó Lionáird

Dort beim Morgengrauen

Am frühen Morgen
Hinaus ich ging,
Hinab zu den Ufern von Loch Léin,
Das Sommerlaub über mir hing,
Die wärmende Sonne so schön;

Und als ich
So ging über Felder weit,
Hindurch dutch tiefe Auen,
Wo ich treffen wollt eine schöne Maid,
Dort beim Morgengrauen.

Das Mädchen dort
Kein Mantel noch Hut besaß,
Der Hals und die Füße waren bar,
In Ringel fiel hinab in das Gras,
Ihr goldglänzend langes Haar.

Auch einen Melkeimer
Hatte sie, dessen ward ich gewahr,
Hold, jung und froh war ihr Gesicht,
Ihre Schönheit glich Trojas Helena,
Dort wo der Tag nun anbricht.

Ich setzte mich
Als bald Auf eine Moosbank dort nieder,
Die Maid an meiner Seite so traut,
Mit sanften Worten umwarb ich sie immer wieder,
Zu werden doch meine Braut.

Zu mir gewandt
Sprach sie nun “Geh weg” zu ihm,
Und er ging er den Weg hinab,
Am Morgen, da die Sonne heller schien,
Dort, wo gerade graute der Tag.

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